24.08.2017 Da ich im Mai schon mal die „großen“ Drei der Stubaier in Einem machen wollte, aber damals die Zeit zu knapp wurde wollte ich diese Runde im Sommer mal machen. Noch dazu bot sich an das Bianca mal aufs Zuckerhütl wollte und auch den Freiger noch am Plan hatte 😀  Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen- perfekt!

Gegen sieben Uhr starteten wir hinein ins Stubaital bis zum Parkplatz der Sulzenauer Hütte. Pünktlich um 07:48 kam der Bus mit dem wir gratis (Danke an die freundliche Fahrerin) bis zur Talstation gelangten. Die Auffahrt mit der ersten Gondel um 08:00 Uhr war sehr angenehm, noch dazu alleine 😀  Erschreckend aber der momentane Zustand des Stubaier Gletschers! Bist du narrisch…Schaut wild aus.

Auffahrt mit der Bahn

Gondelausblick 😀

Am Schaufeljoch angekommen ging es auf mit Steinmännern markiertem Steig hinüber zur Bergstation des Sesselliftes Pfaffengrat.

An der Bergstation der Blick zurück

Bald ist das Pfaffenjoch erreicht

Ausblicke zur Wildspitze und links die Weißkugel

Von dort meist am Grat- später Querung hinein ins Pfaffenjoch 3208m. Kurz davor haben wir die Steigeisen angelegt, das Seil nahmen wir ab dem Pfaffenjoch zur Hilfe. Am Beginn überquert man zwei drei Schneebrücken die nicht mehr allzu lange halten werden wenn es so mit den Temperaturen weiter geht.

Gewaltige Spalten am Sulzenauer Ferner. Da sollen sich mal gewisse Leute an der Nase nehmen die im Winter durch den Bruch queren..wenn man im Sommer sieht was da an Spalten vorhanden ist..Wahnsinn

Feiner angenehmer Anstieg bis an den Gipfelaufbau des Zuckerhütls heran. Dort angekommen haben wir dann Seil und Eisen abgelegt. Über einen trockenen feinen markierten „Steig“ ging es flott hinauf zum Gipfel auf 3507 m. Wir hatten den Gipfel alleine für uns, was für ein Luxus auf dem Zuckerhütl.

Bianca genießt sichtlich den Gipfel alleine! Traumhafter Tag

Unser Weiterweg mit Blick zum Wilden Pfaff

In der Ferne die Watze

Nach einigen Fotos und kurzer Rast (bis die Seilschaften eintrudelten) ging es wieder retour und hinüber auf den Wilden Pfaff 3456 m.

Bianca zeigt wohin es noch geht, am Gipfel des Wilden Pfaff

Blick retour zum Zuckerhütl

Dort gab es dann Jause bevor wir über den wiederum trockenen, gut versicherten SO Grat problemlos zur Müllerhütte abgestiegen sind.

Müllerhütte und dahinter das Becherhaus

Blick retour auf den Pfaff

Schon eine traumhafte Lage und vor allem die tolle Terrasse laden zum Verweilen ein. Nach einer Stärkung folgten wir den Markierungsstangen über den schneefreien Gletscher bis knapp unter das Becherhaus. Der direkte Zustieg ist momentan aufgrund von Steinschlag gesperrt! Steigeisen reichten vollkommen aus, das Seil blieb im Rucksack.

Unterhalb des Becherhauses ging es wieder aufwärts- Signalgipfel des Freigers in Sicht

Zuckerhütl- Pfaff und die Müllerhütte

Unterhalb des Becherhauses dann weiter am Gletscher aufwärts bevor wir auf den fein zu gehenden SO Grat des Wilden Freigers wechselten. Hier unproblematisch weiter bis zum Signalgipfel und Querung gegen NW zum Gipfelkreuz des Wilden Freigers 3418 m.

Tolle Ausblicke zu den Feuersteinen und die Tribulaune dahinter

Das Becherhaus mit seiner impossanten Lage immer wieder ein Hingucker

Dann hat Bianca auch den Wilden Freiger in der Tasche 😀

Wiederum Fotopause und im Weiteren dann Abstieg über den Lübecker Weg, sehr gut markiert und toll zum Steigen, hinunter in die Lübecker Scharte. Von dort unproblematisch über den blanken Gletscher der Fernerstube bis ans Eisende bevor wir hinaus querten auf den markierten Steig der zur Sulzenauer Hütte führte.

Auf der Fernerstube abwärts. Auch teilweise recht große Löcher!

Wieder felsigen Untergrund- am Weg zur Hütte

Rechts des Wasserlaufes bis auf selbe Höhe Hütte, dann über improvisierte Brücken hinüber zur Hütte. Ab 31.8 gibt es wieder eine Möglichkeit den Bachlauf weiter oben zu queren!

An der Hütte netter Ratscher mit dem freundlichen Hüttenwirt bevor es aufgrund von nahenden Gewitter sehr flott und nass ins Tal ging!

Chillige Ziege am Weg- wir hatten es deutlich eiliger 😀

Wenns so donnert bekommt man wirklich noch schnellere Beine als sonst 🙂

FAZIT: Liebe Bianca danke fürs durchhalten, danke fürs Aushalten und danke für dein Verständnis das ich öfters auf die Uhr geschaut habe. Aber wie man am Ende gesehen hat war es notwendig 😮 Verhältnisse momentan top, sei es am Fels als auch am Gletscher! Landschaftlich sobald man das Skigebiet verlassen hat wunderschön, im Skigebiet erschütternd und grauslig! Es braucht dringend Schnee 😉