19.11.2011 Da heute wieder so schönes Wetter war, musste wieder ein Gipfel her und diesmal durfte es ruhig höher hinaus gehen. Auf jeden Fall sonnseitig. Seit Längerem wollte ich mir das Ramolhaus im Ötztal anschauen und da hat sich dann gleich ein Gipfel gefunden, der Hintere Spiegelkogel sollte es werden.

Also gings um 0600 in Innsbruck los, mit von der Partie wieder mal da Simon, andere Kollegen sind nicht mehr zu motivieren und ehrlich gesagt will ich gar nicht mehr fragen bzw. betteln. Mit dem Auto gehts die rund 100 Kilometer hinein nach Obergurgl wo wir an der Talstation der Spiegelkogelbahn parken. Ich denke die heißt so. Auf jeden Fall gleich am Ortsbeginn links.. Mit dabei Pickel und Steigeisen sowie meine Gammaschen, man weiß ja nie wegen dem Schnee. Durch den Ort hindurch gehts dann rechts weg dem Wegweiser Ramolhaus folgend. Angegebene Zeit für den Hüttenzustieg 4 Stunden. Eine Brücke über den Gurglerbach zeigt uns den Weg und der untere Anstieg sieht mal sehr vielversprechend aus.

Am Weg...

In angenehmer Steigung gehts aufwärts und immer gegen Westen bis wir nach rund zwei Stunden an einen „Eislaufplatz“ gelangen. Durch einen kleinen Bach hat sich eine große Eisfläche gebildet dir wir nur mittels Steigeisen überqueren konnten. Ab hier nun auch Schnee, jedoch meist gut tragend bis hinauf zum Ramolhaus das wir nach etwa 3 Stunden 15 Minuten erreichen.

am Ramolhaus auf 3006m mit Blick zum Gurglerferner

Ein wunderschönes Platzl an dem diese AV Hütte steht auf 3006m. Wunderschönes Panorama zum Gurglerferner, der Hochwilde mit Hochwildehaus und gegenüberliegend die drei großen Skitourenberge: Granatenkogel, Hochfirst und Liebenerspitze.

Die drei Großen von links Granatenkogel- Hochfirst und Liebenerspitze

Nach kleiner Jause entscheiden wir uns den Hinteren Spiegelokgel über den direkten Weg zu ersteigen, da ins Ramoljoch recht viel Schnee liegt und ich alleine Spurarbeit leisten muss. Also gehts hinter der Hütte gleich bergauf bis auf den Gratansatz oberhalb einer kleinen Steilstufe. Hier auch ein Steinmanndl und rote Wegmarkierungen. Nun heißts Pickel raus und ich spure voraus…. Im Führer als 2er Gelände angeführt gehts recht mühsam aufwärts. Simon folgt mir, er hat seine Gammaschen zu Hause gelassen. Dann stehen wir am Ostgrat.

am Umkehrpunkt...die Steilstufe hätt ma no packen müssen...

Kein Mensch weit und breit, keine Spur und diese Ruhe…einfach traumhaft, aber sehr mühsam. Teilweise breche ich bis zur Hüfte ein, aber immer weiter plage ich mich bis dann kurz vor der letzten Steilstufe Schluß ist. Zuviel Schnee, für mich alleine nicht mehr zu schaffen und auch die Zeit wird knapp. Mittlerweile ist es 13 Uhr und ich entscheide abzubrechen auch wenns mir weh tut nur 100 Meter unterhalb des Gipfels umzukehren. Aber was soll man machen… der Gipfel steht nächstes Jahr auch noch da… vom Schnee war ich wirklich überrascht, habe nicht damit gerechnet das so viel schon liegt nach den trockenen Tagen! Einige Fotos und etwas trinken dann gehts entlang des Aufstiegweges wieder hinunter bis wir nach etwa einer Stunde das Ramolhaus erreichen.

Prost...Guat wars!

Jetzt erst einmal das kühle Bierchen genießen bei einem traumhaften Panorama, bevor es wieder retour geht bis zum Auto das wir gegen 17 Uhr im letzten Tageslicht erreichen.

Traumpanorama am Ostgrat

FAZIT: Tolle Runde trotz nicht erreichtem Gipfel! Einziges Manko die relativ lange Anfahrtszeit. Gesamt warens dann rund 22 Kilometer Wegstrecke bei etwa 1500 Höhenmetern. Gemsen, Schneehuhn und Co kreuzten unseren Weg. Zu dieser Jahreszeit ist man da oben ganz allein. Nächstes Jahr mach ich da sicher mal was mit Winterraum! Im Austieg zum Ramolhaus etwa 3 Stunden 15 Minuten, bis zum Umkehrpunkt nochmals rund 90 Minuten für „nur“ 300 Höhenmeter bei jedoch anstrengender Spurarbeit. Am Retourweg etwas flotter, Ramolhaus- Auto in 2 Stunden 30 Minuten.

Kartenmaterial: AV Karte 1:25.000 Gurgl

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