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Aufstieg über den Westgrat- knapp unter dem Gipfel war dann für mich Endstation

09.08.2026

Heute ging es wieder einmal auf den Schrankogel in den Ötztaler Alpen. Lin hat es sich gewünscht bzw. war sie noch nie oben, bei mir ist es Jahre her, glaube fast schon Jahrzehnte 😀 Also zeitig am Morgen hinein nach Gries im Sulztal und mit unseren bikes (früher bio heute elektro) hinauf zur Amberger Hütte. An der Hütte sind wir dann links des Baches los gestartet und da standen Sie plötzlich vor uns 😀 die gewalttätigen Kühe, somit war an ein weitergehen mit Lin nicht mehr möglich und wir gingen retour um dann auf der rechten Bachseite nach hinten zu gelangen. An geeigneter Stelle gab es eine kleine Holzbrücke und nach kurzem Gespräch mit einem Jäger gab er uns den Tip noch weiter talein zu gehen, was wir dann auch machten. Über einen recht breiten, alten „Fahrweg“ ging es höher. Im weiteren Verlauf kamen wir dann auf den markierten Steig dem wir wie Zahlreiche Andere nach oben folgten. Auf der Moräne ging es dann links weg- den Ostgrat sollte man aufgrund von Steinschlag meiden. Viele stiegen trotzdem über den Ostgrat auf. Über das Hochegg dann und die steile Westflanke bis etwa 50 Meter unter den Gipfel. Und plötzlich rutschte, völlig unspektakulär, ein Felsblock (50x30cm) über mein schönes Schienbein und im Weiteren ein paar Meter talwärts. Zu Lin habe ich noch gesagt pass auf Stein und da tropfte das Blut schon über meinen Socken auf die Schuhe. Scheisse das muss man gleich verbinden. Lin hat ja schon Übung mit mir und somit war der Druckverband gleich angelegt. Nun war mir auch klar das ein Abstieg nicht mehr möglich war, ein kleines Gefäß war verletzt und es blutete so vor sich hin. Der Druckverband war eigentlich das schmerzvollste. Nach Absetzen des Notrufes über sie SOS App war binnen 30 Minuten der Hubschrauber Martin 2 vor Ort, drehte dann ab um bei der Amberger Hütte das Tau zu montieren. Wieder eine halbe Stunde später landeten Wir an der Amberger Hütte und alles wurde in den Hubschrauber verstaut. Da mich der Notarzt nicht mehr selbständig abfahren ließ, ging es mit mir im Hubschrauber nach Zams wo die Wunde versorgt wurde. Sieben Nähte später saß ich mit verbundenem Unterschenkel da und wartete auf Lin die natürlich selbständig absteigen musste. Naja den Gipfel hat sie noch mitgenommen 😛 Und eine Einheimische war dann noch so nett und ist mit meinem ebike hinunter gefahren, den Schlüssel haben wir zuvor noch ausgetauscht 😀 

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FAZIT: Eigentlich eine schöne, hochalpine Tour im Ötztal. Heute leider mit nicht so gutem Ausgang, aber es hätte schlimmer sein können. Knöchern war nichts verletzt, einzig die relativ lange, klaffende Risswunde oberhalb des Sprunggelenkes. Zehn Tage Krücken, nach 12 Tagen Nahtentfernung und nach einer weiteren Woche sollte alles beim Alten sein. Leider war somit mein Urlaub auch nicht mehr möglich, aber der bleibt mir wenigstens stehen. Danke an Alle das Alles so gut geklappt hat! Völlig unkompliziert, sehr freundliche Hubschrauber Besatzung und sehr nette Ärztin und Krankenschwester in Zams, Aja und danke Lin das du mich jetzt wieder aushalten musst im Krankenstand –> ich mag nicht! 😀