Endlich hat es geklappt mit dem Goldkappl
04.07.2026
Jedes Mal wenn ich in der Nähe der Tribulaune unterwegs war fiel mir der „kleine Gupf“ östlich des Sandesjöchl auf. Das Goldkappl wollte ich schon lange besteige, jedoch darf der Anstieg nicht zu schwierig sein da ich kein Meister im Klettern bin 😀 Daniel war so nett und hat mir zugesagt es zusammen zu versuchen. Bei ihm habe ich sicherungstechnisch ein gutes Gefühl und dann macht das Ganze auch mehr Spaß als wenn man sich fürchten muss 😀 Mit unseren ebikes ging es von Gschnitz bis kurz vor die Tribulaunhütte und von dort zu Fuß hinüber ins Sandesjöchl wo wir zeitgleich auf zwei Südtiroler gestoßen sind die ebenfalls dieses Ziel hatten. Da beide sehr nett waren haben wir uns zusammen getan und los ging es. Sie hatten auch sehr wenig Informationen, einer der beiden hat es aber schon zweimal versucht und ist immer wieder gescheitert. Also starteten wir los. Es sollte über den Nord-West-Grat nach oben gehen. Die Temperaturen waren recht zapfig da wir meistens im Wind standen, fast schon zu frisch. Zuerst entschieden wir uns nach Osten zu queren um dann über eine kleine Rampe gegen Westen hinaus zu queren um dort wieder auf den Grat zu gelangen. Die letzten Meter hab ich mich dann ans Seil nehmen lassen. Ab nun ging es immer gesichert bis auf den Gipfel. Es gibt Stände die mindestens einen Bohrhaken aufweisen, eine Kette und einen Abseilkarabiner. Eigentlich sehr gut eingerichtet! Einmal geht es gegen Süden durch eine Rinne hinunter um nach dem großen Turm wieder auf den Grat zu gelangen. Wir hatten zwei 60m Halbseile dabei, die Kollegen ein 60er Einfachseil. Beides hatte seine Vor- und Nachteile. Im Nachhinein würde ich mit dem 60er Einfachseil gehen. Einzig der letzte Abseiler in die Nordseite benötigt 60m, da könnte man aber die letzten Meter auch wieder „abklettern“.
Den Gipfel ziert ein recht marodes Gipfelkreuz 😀 Laut GB sieht man das das Goldkappl recht wenig Besteigungen hat deshalb auch hier nur wenige Infos. Das soll auch so bleiben. Mich hat es schon genervt als im Sandesjöchl eine geführte Gruppe (alles Frauen) wie verrückt herumgeschrien hat- muss so was sein? Naja wir haben es trotzdem genossen und sind dann zusammen abgestiegen. Wenn man sich zusammen tut kann man sich Einiges sparen. Danke Daniel für den lässigen Bergtag! Gerne wieder.
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FAZIT: Für die Tour braucht es einen stabilen Tag! Für den Abstieg gleich viel Zeit einrechnen wie für den Aufstieg. Die Stände sind meistens mit zwei Bohrhaken eingerichtet. Ab und an findet man auch einen Haken zur Zwischensicherung. Lässige alpine Gratkletterei, jedoch muss man schauen wo man hin greift. 60m Einfachseil ausreichend. Je mehr Seil desto mehr löst man Steine. Weitere Infos gerne auf privater Ebene. Mit Zufahrt Ebike oder Bike spart man sich Einiges an Zeit. Mit ein zwei friends ist man gut ausgestattet. Rund 29km und 1700Hm; Richtzeiten waren: etwa 50 Minuten von Gschnitz mit dem ebike, dann rund eine Stunde zum Einstieg. Kletterzeit 3h30min.; Sind gegen 13:30 abgestiegen und waren um 16:30 Uhr wieder im Sandesjoch.